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Astrologie Wissen
 

Deklinationen

Chiron Herrscher der Jungfrau

Was sind Deklinationen?

Es kommt vor, dass wir Astrologen uns fragen, warum eine bestimmte Person eine bestimmte Anlage ausgesprochen ausgeprägt auslebt, obwohl diese im Radix eher unterbetont oder sogar gar nicht vorhanden ist. In solchen Fällen ist es vorteilhaft, die Deklinationen der betroffenen Person anzusehen.

 

Doch was sind Deklinationen? Wenn wir jeweils die Umlaufbahnen der Planeten um die Sonne aufzeichnen, sieht das fast immer so aus, wie in diesem Bild.

Bild 1, Planetenumlauf im Zodiakkreis-01.jpg

Dieses Bild ist zweidimensional und darum sieht es so aus, als ob alle Planeten immer auf derselben Höhe mit der Erde stehen würden. In Wirklichkeit ist das jedoch nicht so.

 

Stellt Euch vor Ihr wärt in einem runden Raum und in der Mitte stände ein runder Tisch auf welchem Ihr nun immer kleiner werdende Kreise einzeichnet und auf jedem Kreis ein Planet. Die runde Zimmerwand um Euch herum wäre mit den Zodiakzeichen bemalt – immer 30° pro Zeichen. Ihr könntet jetzt also einfach von einem eingezeichneten Planeten auf dem Tisch eine gedachte Linie zur Wand hin zeichnen und wüsstet in welchem Zeichen der Planet stehen würde. Jetzt ist es aber so, dass die Planeten nicht alle auf derselben Höhe liegen, wie bei dieser zweidimensionalen Darstellung. Einige Planeten könnten ihren Kreis nämlich auch unter dem Tisch und andere oberhalb des Tisches ziehen. Egal ob sich die Planeten unter, auf oder über dem Tisch im Kreis bewegen – die gedachte Linie zur Wand bleibt sich immer gleich. Also der Planet bleibt auf demselben Grad des Tierkreiszeichens auf der Wand.

 

Diesen Höhenunterschied der Planeten nennt man Deklinationen. Die Deklinationen werden im Verhältnis zum an Himmel projizierten Erdäquator gemessen (Bild unten). Alle Planeten sind ständig in Bewegung und können mal oberhalb und mal unterhalb dieses Himmelsäquators ihre Laufbahn ziehen. Sind sie auf derselben Höhe (in unserer Vorstellung also auf dem Tisch) dann besteht eine Deklination von 0°.  Es gibt nun eine nördliche  und eine südliche Abweichung ihrer Bahn, welche bis zu 30° auf beide Seiten gehen kann. 0° wäre also die Tischfläche, alle Planeten, welche oberhalb des Tisches ihre Laufbahn ziehen, stehen irgendwo zwischen 1-30° nördlich (in Tabellen mit + bezeichnet),  und alle die ihre Laufbahn unter dem Tisch ziehen, stehen zwischen -1 bis -30° südlich (in Tabellen mit - bezeichnet).

Bild 2, Deklinationen.jpg

 

Bei den Deklinationen geht es nun darum, die Planeten zu suchen, welche auf derselben Gradzahl stehen, dabei ist ein

Orbis bis ca. 1° zugelassen. Dabei gilt:

 

Stehen 2 Planeten auf derselben Gradzahl und auf derselben Seite (also beide nördlich oder beide südlich), dann kann dies wie eine Konjunktion zwischen den beiden Planeten bewertet werden. Man nennt dies astrologisch eine Parallele oder ein Parallelaspekt. Das Zeichen dafür sind zwei schräge parallele Striche: //

 

Stehen 2 Planeten auf derselben Gradzahl, aber einer südlich und der andere nördlich, so kann dies wie eine Opposition zwischen diesen beiden Planeten gewertet werden. Astrologisch nennt man dies eine Gegenparalle oder ein Gegenparallel-Aspekt. Das astrologische Zeichen dafür sind 2 schräge parallele Striche, welche mit einem Querstrich durchgestrichen sind: # (ich nehme hier den Gartenhag, da dieses Zeichen in meinen Astro-Schriftarten nicht vorkommt).

 

Es gibt allerdings auch Astrologen, welche immer eine Konjunktion deuten, egal ob sich beide Planeten auf derselben Seite befinden oder nicht.

Die Deklinationen werden bei Geburtshoroskopen genutzt um Mehrfachbetonungen (also Wiederholungen von bereits vorhanden Anlagen) oder Zusatzbetonungen festzustellen. Auch in der Wetterastrologie spielen sie eine wichtige Rolle. 

 

Wer seine eigenen Deklinationen oder diejenigen eines bestimmten Tages zwischen 1900 bis 2050 nachschauen möchte, kann dafür den kostenlosen nutzen.

 

Zum Deklinationen-Rechner 

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